Frisch geerntete Tomaten und Gemüse

Selbsternte-Garten in der Eifel

Komm vorbei, ernte selbst.

Wir bauen in Sasserath einen Selbsternte-Garten auf. Du kommst, wenn das Gemüse reif ist, gehst durch die Beete und nimmst mit, was du brauchst. Ab diesem Sommer.

Ein Selbsternte-Garten in der Eifel.

Wir gärtnern, du erntest. Was du an einem Tag erntest, hast du am selben Abend auf dem Tisch.

Wir bereiten den Boden vor, säen, pflanzen, gießen, pflegen, bauen Folientunnel und beschriften die Beete. Wenn das Gemüse reif ist, kommst du selbst auf die Fläche und erntest, was du brauchst. Direkt vom Beet in den Korb.

Eher Spaziergang als Einkauf.

Du gehst über schmale Beete, suchst die reifsten Tomaten, schneidest dir einen Salat ab, ziehst eine Möhre aus dem Boden. Manche bleiben zwanzig Minuten, manche zwei Stunden. Familien können einen ganzen Vormittag verbringen, mit Picknick auf der Bank am Hang. Eine Stunde am Hang mit Aussicht über die Eifel ist auch was wert, selbst wenn der Korb am Ende leer bleibt.

Wir sind die Familie Hien — ein Familienbetrieb am Südhang in Bad Münstereifel-Sasserath. Im Sommer 2026 öffnen wir für Mitglieder und Garten-Gäste. Manche kennen uns vielleicht schon als LaMa Gartengemüse Eifel — wir haben das Konzept seitdem von Gemüsekisten auf Selbsternte umgestellt, und der Betrieb heißt jetzt Geco. Wer auf der alten Liste stand, wird angeschrieben.

Du musst nichts wissen, bevor du kommst.

Du musst nicht erkennen, wann eine Tomate reif ist, du musst nicht wissen, wo der Salatkopf abzuschneiden ist, du musst keinen grünen Daumen haben. Wir machen am Anfang eine kleine Führung mit dir, zeigen dir alles, beantworten Fragen. An den Beeten hängen Schilder, die zeigen, was wo wächst und ob es reif ist. Wer einmal dabei war, findet sich danach zurecht.

Es gibt zwei Wege rein: die Mitgliedschaft für Garten-Mitglieder, und die Garten-Tage für alle, die mal vorbeischauen wollen.

Schweizer Mangold mit roten Stielen — Detail vom Beet

Es gibt zwei Wege, bei uns zu ernten.

Wer regelmäßig kommt, wird Mitglied. Wer einfach mal vorbeischauen will, kommt an einem Garten-Tag. Such dir aus, was zu dir passt.

Mitgliedschaft

Für Garten-Mitglieder

Wenn du regelmäßig kommen willst, wirst du Mitglied. Du zahlst 20 € im Monat über die Saison (Mai bis Oktober, also rund 120 € im Saisonjahr) und kannst dann jederzeit kommen. Auch unter der Woche, auch früh morgens, auch wenn niemand von uns da ist — wir kennen dich von der Kennenlern-Führung am Anfang, und du kennst den Garten. Was du erntest, schreibst du auf einen Zettel, wirfst den in die Kasse, und wir buchen einmal pro Woche von deinem Konto ab. Bargeld geht auch.

Mitglied wird man nicht spontan. Du trägst dich auf der Anmeldeliste ein, bekommst eine Einladung zur Kennenlern-Führung auf dem Garten, und dort schließen wir die Mitgliedschaft gemeinsam ab. Bevor das nicht passiert ist, bist du zu nichts verpflichtet — die Anmeldeliste ist unverbindlich.

Garten-Tag

Für Garten-Gäste, die mal vorbeikommen wollen

Wenn du erst mal schauen willst, oder wenn du keine Mitgliedschaft brauchst und einfach hin und wieder vorbeikommen möchtest, sind die Garten-Tage das Richtige. Das sind ausgewählte Tage in der Saison — schöne Samstage und Sonntage, manchmal auch unter der Woche — an denen wir die Beete für alle öffnen. Du reservierst online ein Ticket, kommst vorbei, zahlst 5 € Eintritt am Eingang, gehst über den Garten und erntest, was du brauchst. Was du mitnimmst, wiegen wir vor Ort gemeinsam mit dir und rechnen direkt ab.

An Garten-Tagen ist immer jemand von uns da. Es gibt eine Führung, du kannst Fragen stellen, du kannst dir Zeit nehmen. Manchmal sind mehrere Familien gleichzeitig dort, man kommt ins Gespräch, jemand zeigt seinem Kind die kleine Erdbeere am Strauch. Es lässt sich gut mit einem Eifel-Spaziergang verbinden.

Die Termine veröffentlichen wir, sobald sie stehen — abhängig davon, wann das Gemüse reif ist und wie das Wetter mitspielt.

Roter Salat — eine der vielen Sorten

Sorten, die du im Supermarkt nicht findest.

Wir wählen Sorten nach Geschmack, nicht nach Lagerfähigkeit.

Eine Fleischtomate, die einen Tag nach der Ernte am intensivsten schmeckt, kommt im Großhandel nicht durch — bei uns kannst du sie genau dann mitnehmen. Ungleichmäßig in Form, empfindlicher beim Anfassen, schneller welkend, dafür mit Geschmack: das sind unsere Kandidaten. Sorten, die in vielen Fällen schmackhafter und interessanter sind als das, was im Großhandel landet — sich aber nicht für lange Lagerung oder lange Transportwege eignen.

Was bei uns wächst.

Tomaten in vielen Farben — gelb, gestreift, schwarz, gerippt, Ochsenherz, kleine Kirschtomaten an meterlangen Rispen. Möhren, die nicht alle orange sind. Salate in einer Auswahl, die du sonst nirgends findest. Eine ordentliche Kräuter-Auswahl. Kohlsorten, Mangold, Zucchini, Paprika, Gurken, Auberginen, Bohnen, später im Jahr Lauch und Kürbisse. In den Folientunneln wachsen die wärmeliebenden Sorten geschützt vor Wind und Regen — Ziel ist, dass es früh in der Saison Tomaten und Gurken gibt, möglichst schon ab Mai. Dazu Schnittblumen zum Selber-Schneiden.

Saisonrhythmus.

Im Mai und Juni starten wir mit dem ersten Salat, Spinat, Radieschen, frischen Kräutern, dazu früh die ersten Tomaten und Gurken aus dem Tunnel. Im Juli wird es bunt: Bohnen, Zucchini, Gurken aus dem Freiland. Im August explodiert der Tomatenstrauch — du erntest dann sehr wahrscheinlich mehr, als du essen kannst, und schenkst plötzlich Nachbar:innen welche. Im September und Oktober Kürbisse, Lauch, Kohl, Wintersalate. Wer eine ganze Saison dabei ist, kennt am Ende ein Jahr.

Außen rund um die Beete stehen Beerensträucher und Nussbäume — sie müssen noch wachsen, weil wir gerade aufbauen. In den nächsten Jahren liefern sie Himbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren und Walnüsse als Zugabe.

Kartoffeln und ähnliche Kulturen brauchen ein größeres Feld. Eier und Kartoffeln gibt es bei uns trotzdem — von anderen Betrieben aus der Region, die wir gerne weiterempfehlen.

Klein, intensiv, mit dem Boden statt gegen ihn.

Rund 1.500 m² Beete im Freiland, 600 m² Folientunnel — Handarbeit mit kleinen Geräten, ein lebendiger Boden als wichtigster Mitarbeiter.

Wir bauen nach den Prinzipien des Market Gardening: professioneller Gemüseanbau auf kleiner Fläche, mit moderner Beet-Technik und genug Vielfalt für eine ordentliche Anzahl Haushalte. Im Alltag arbeiten wir pendelnd, hackend, säend — den Traktor haben wir, benutzen ihn aber nur für seltene Spezial-Aufgaben.

Boden, der Jahr für Jahr besser wird.

Wer den Boden in Ruhe lässt und ihm jedes Jahr eine Schicht Kompost gibt, bekommt jedes Jahr besseren Boden. Mehr Humus, mehr Wasser im Boden, mehr Regenwürmer, weniger Unkraut, kräftigere Pflanzen. Bei uns liegt auf den Beeten Mulch und Kompost, den wir größtenteils selbst herstellen — aus Kuh- und Pferdemist von Landwirten aus dem Dorf, gemischt mit Heu. Im Alltag wird auf den Beeten nicht gepflügt; das Bodenleben bleibt ungestört.

Bäume zwischen Beeten.

Außen rund um die Beete stehen Beerensträucher, Nussbäume, Schnittblumen und Kräuter. Bäume zwischen Gemüsefeldern waren in Deutschland jahrhundertelang die Regel — Streuobstwiesen, Hecken am Feldrand. Erst das letzte Jahrhundert hat sie systematisch entfernt. Bei uns kommen sie zurück, weil sie Schatten geben, Bestäuber anziehen, Wind brechen, den Boden festhalten — und ganz nebenbei Beeren liefern, die du mitnehmen kannst. Über uns kreist regelmäßig ein Rotmilan und schaut, was wir gerade tun.

Mehr zu unseren Methoden — Folientunnel, Wasserführung am Hang, Pflanzenschutz ohne Chemie — auf der Seite über uns.

Hände, die eine Tomatenpflanze am Stab aufbinden

Im Moment sieht es noch nach Baustelle aus.

Wir bauen den Garten seit Februar 2026 auf — im Express-Modus, während es schon wächst.

Bis Februar 2026 war auf der Fläche eine Wiese. Inzwischen ist der Boden für die Beete einmal umgebrochen worden — am Anfang einmal, danach nie wieder, das ist das No-Dig-Prinzip — und auf den fertigen Beeten liegt eine dicke Schicht Kompost. Die Folientunnel stehen, die Bewässerung ist verlegt, die Bäume und Sträucher sind gepflanzt, die ersten Jungpflanzen warten auf den Sprung in die Beete. Hackschnitzel auf den Wegen.

Wir bekommen viel Hilfe.

Bauern aus dem Dorf lassen uns Maschinen leihen, geben Mist und Heu für den Kompost, helfen mit Werkzeug und Tipps. Nachbarn helfen praktisch beim Aufbau. Finanziell unterstützen uns Leute aus der Region, Bekannte und Interessierte am Projekt — das hat sich seit der LaMa-Aktion letztes Jahr aufgebaut. Über die Region ist insgesamt ein erstaunlicher Rückenwind gekommen — viel gutes Feedback, einfach Begeisterung dafür, dass hier etwas entsteht. Ohne diese Hilfe wären wir nicht da, wo wir gerade sind. Vielen Dank an alle dafür.

Was noch ansteht.

Ein Kassenhäuschen errichten, Zaun, weitere Hecken setzen, Beschilderung, Bänke. Wenn das alles steht, machen wir auf.

Wann genau, können wir noch nicht versprechen. Vieles auf so einem Garten-Aufbau ist schlecht planbar — was das Wetter erlaubt, was an Material kommt, was wann reif wird. Wir arbeiten an allen Fronten gleichzeitig, und sobald ein konkretes Eröffnungsdatum feststeht, kommunizieren wir das. Sicher ist: Diesen Sommer wird hier Gemüse zum Ernten bereit sein.

Mehr Bilder vom Aufbau auf der Über-uns-Seite →

Folientunnel im Aufbau
Bäume pflanzen und Keylines anlegen
Beete präparieren — Hackschnitzel ausfahren
Tomaten umtopfen

Ein Ort, an dem Leute zusammenkommen.

Selbsternte ist auch ein Ort, an dem man sich trifft.

Nachbar:innen, die sich beim Tomaten-Pflücken über den Zaun unterhalten. Familien, die einen Sonntagvormittag im Garten verbringen. Leute aus der Region, die merken, dass sie ähnlich denken — und beim Picken ins Gespräch kommen. Sich auf dem Garten mit Freund:innen oder der Familie zu verabreden und die Gemüseernte zum sozialen Event zu machen, ist ausdrücklich erwünscht. Picknick auf der Bank, Kaffee aus der Kanne, Kinder, die durch die Wege rennen — alles willkommen.

Mit-Ernten.

Wenn jemand selbst nicht kommen kann — weil er älter ist, weit weg wohnt, gerade krank ist oder unter der Woche keinen Tag freischaufeln kann — erntet jemand anders für ihn mit. Familie, Freunde, Nachbarn, ein anderes Mitglied aus der Gegend. Was die Person dafür bekommt, klärt ihr unter euch. Wir mischen uns nicht ein — wir unterstützen aber gerne mit Tipps, Pfandkisten und vermitteln Kontakte, wenn jemand jemanden in seiner Gegend sucht.

Erntegemeinschaften.

Mit-Ernten organisiert: mehrere Mitglieder aus einer Gegend tun sich zusammen, eine Person fährt einmal die Woche, sammelt für alle ein, verteilt zu Hause. Funktioniert für Orte, die zu weit weg sind, als dass jeder selbst fährt.

Wirsingkohl von oben — kräftiges Grün-Detail

Eine Familie, ein Garten.

Sechs Leute aus einer Familie, plus eine wachsende Runde aus dem Dorf.

Drei Generationen. Sigi und Peter, unsere Eltern. Max und Matthias, Brüder, in Sasserath aufgewachsen. Dazu Eva und Josephine. Und Max' siebenjähriger Sohn, der das Qualitätsmanagement übernimmt — sein Urteil über eine reife Tomate ist mittlerweile zuverlässiger als unseres.

Dazu eine wachsende Runde von Helfer:innen aus dem Dorf und der Region, ohne die der Aufbau in dieser Geschwindigkeit nicht möglich wäre.

Eine Hand pflückt frischen Spinat von der Pflanze

Was du jetzt tun kannst.

Wenn du mehr wissen willst — wie genau die Mitgliedschaft funktioniert, wie ein Besuch abläuft, wann Garten-Tage stattfinden, was wir gegen Schädlinge ohne Gift tun — gibt es eine eigene Seite mit Antworten und Erklärungen.

Wenn du auf dem Laufenden bleiben willst, ohne dich zu nichts zu verpflichten: Trag dich für die Neuigkeiten per E-Mail ein. Du bekommst alle paar Wochen eine kurze Mail, was hier passiert, was reif wird, wann der Garten öffnet, wann die ersten Garten-Tage stattfinden.

Wenn du schon ziemlich sicher bist, dass du Mitglied werden willst, gibt es die Anmeldeliste. Sobald die Kennenlern-Führungen losgehen, melden wir uns bei dir.

Oder schreib uns einfach: info@sasserath.geco.eco. Wir antworten meistens am gleichen Tag, manchmal länger, wenn wir auf dem Garten stehen und nicht ans Handy kommen.

Bleib auf dem Laufenden.

Alle paar Wochen eine kurze Mail — was reif wird, wann der Garten öffnet, wann die ersten Garten-Tage stattfinden. Keine Werbung, kein Verkauf. Abmelden jederzeit.

Neuigkeiten per E-Mail.

Alle paar Wochen eine kurze Mail — was wächst, wann Garten-Tage stattfinden, wann der Garten öffnet. Abmelden jederzeit.