Wir machen den Anbau, du kommst zur Ernte. Direkt vom Beet in den Korb — ohne Zwischenhandel, ohne Lagerung, ohne Verpackung.
Wir bereiten den Boden vor, säen, pflanzen, gießen, pflegen. Wenn das Gemüse reif ist, kommst du auf die Fläche und nimmst mit, was du brauchst.
Das Ganze läuft als Market Gardening — diverser, professioneller Gemüseanbau für Menschen, nicht für die Industrie. Im Prinzip ein alter Heimgarten, wie es ihn früher in jedem Dorf gab, aber im professionellen Maßstab und mit moderner Beet-Technik. Vielfalt statt Monokultur, Handarbeit statt schwere Maschinen, viele Sorten direkt für die Leute, die sie essen wollen.
Du bist beim Wachsen dabei. Du siehst den Ort. Du läufst über die Beete. Du wählst aus, was du heute Abend kochen willst. Vergleichbar mit Schwimmbad, Fitnessstudio oder Wochenmarkt: Du gehst hin, weil dir der Ort und die Tätigkeit etwas geben — nicht nur die Tüte am Ende.
Und es ist ein Ort, um sich zu treffen. Eine Stunde am Hang, mit anderen Leuten, mit Aussicht, mit Bienen. Wer kommt, kommt nicht nur, um Tomaten mitzunehmen. Manche bringen Picknick mit. Manche kommen mit Kindern, die sich austoben. Wir wollen den Ort so gestalten, dass das alles möglich ist.
Lebensmittel besorgen und ein paar Stunden draußen sein — beides in einem.


Wir hätten unser Gemüse auch anders verkaufen können — wir wollten den Ort teilen, nicht nur das Produkt.
Über eine Gemüsekiste mit Liefer-Modell. Über den Wochenmarkt. Über den Großhandel an Bioläden. Alles bewährte Wege, viele Höfe machen es so, und Max hat in Sinsheim einen Betrieb geführt, der teilweise so funktioniert hat.
Beim Aufbau in Sasserath ist uns klar geworden, dass uns dabei etwas fehlt. Bei Lieferung oder Großhandel sieht die Person, die das Gemüse später isst, den Ort nicht, an dem es gewachsen ist. Sie kennt die Beete nicht, weiß nicht, wie der Hang aussieht, hat keinen Bezug zu uns als Familie. Und der Aufenthalt am Hang, das langsame Gehen über die Beete, das Picken, das Riechen, das Sitzen auf der Bank mit dem Korb auf dem Schoß — all das findet nicht statt.
Bei einer Gemüsekiste produziert man Lebensmittel und liefert sie aus. Bei Selbsternte ist der Besuch im Garten Teil des Produkts — und das ganze Drumherum mit dazu. Mitglieder, die sich auf dem Garten begegnen. Die WhatsApp-Garten-Runde, in der über die Saison getauscht wird. Sonntagvormittage, an denen mehrere Familien zusammen ernten. Das ist nicht ein Service mit Lebensmittel-Output — das ist ein Ort und eine kleine Gemeinschaft, mit Gemüse als Nebeneffekt.
Außerdem ist es noch frischer: Bei Lieferung oder Markt liegt zwischen Ernte und Esstisch mindestens ein halber Tag, oft länger. Bei uns erntest du am selben Tag, an dem du isst.
Wenn wir merken, dass Selbsternte hier nicht funktioniert — was wir nicht erwarten, aber wir sind im Pilotjahr — können wir auf eine Kiste umstellen. Die Beete, die Sorten, das Wissen sind dieselben.

Mitgliedschaft für Stammgärtner:innen — oder Garten-Tag für einen einzelnen Besuch.
Die Mitgliedschaft ist für Stammgärtner:innen, die regelmäßig kommen und sich einen festen Anteil am Garten reservieren wollen. Die Garten-Tage sind für Gäste, die ein einzelnes Mal vorbeikommen wollen — ohne Bindung, ohne Vertrag, mit Reservierung und Eintritt.
Manche werden direkt Mitglied. Manche kommen zuerst zu einem Garten-Tag und werden danach Mitglied. Manche bleiben für immer Garten-Tag-Gäste, weil das besser zu ihrem Leben passt.
Garten-Tag-Gäste registrieren sich nicht, lernen den Garten bei der kleinen Führung am Tag selbst kennen und rechnen vor Ort gemeinsam mit uns ab.

20 € im Monat über die Saison — Beitrag fürs Drumherum. Das Gemüse zahlst du nach Stückwerten extra.
Die Saison läuft von Mai bis Oktober — also rund 120 € Mitgliedsbeitrag im Saisonjahr. Die Mitgliedschaft läuft danach automatisch weiter, wenn du nichts sagst. Du kannst monatlich kündigen, ohne Begründung.
Was der Mitgliedsbeitrag finanziert: das Drumherum. Anbau, Pflege, Werkzeug, Folientunnel, Bewässerung, Saatgut, Kompost, Bezahlsystem, die Stunden, die wir auf der Fläche verbringen. Was er nicht abdeckt: das Gemüse selbst. Das bezahlst du nach Stückwerten — nach den Mengen, die du tatsächlich erntest. Bei Salatköpfen, Kürbissen oder Bunden sind es Stückpreise; bei Tomaten oder Möhren wird gewogen. Die Preisliste hängt an der Wiegestation und ist auch online einsehbar.
Reicht das für eine Familie? Ja. Eine Mitgliedschaft pro Haushalt — Eltern, Kinder, Großeltern, Patchwork — alle willkommen unter einem Konto. Wir denken die ganze Familie mit.
Das ist bei uns Teil des Modells. Bei der Kennenlern-Führung am Anfang lernen wir uns kennen. Wir zeigen dir den Garten, erklären, wie das mit dem Ernten, Wiegen und Bezahlen funktioniert, beantworten alle Fragen, die du hast — vom „wie schneide ich einen Salat ab?“ über „wie weiß ich, welche Tomate reif ist?“ bis zu „darf mein Hund mit?“. Bei der Führung erfährst du, was die einzelnen Kulturen brauchen und wie du erntest, ohne der Pflanze zu schaden. Es lernen sich auch die anderen Mitglieder bei diesen Führungen kennen — viele schätzen das.
Was, wenn Mitglieder andere Beete kaputt machen? Wer einmal mit uns durch den Garten gegangen ist, kennt die Spielregeln. Probieren auf dem Beet ist erlaubt, aber Beete betreten ist nicht. Wenn etwas mal schiefgeht, kalkulieren wir das ein — wir kontrollieren nicht, wir reden miteinander.
Wir wollen den Garten möglichst smartphonefrei halten. Du kannst die Mitgliedschaft komplett analog leben — bei der Kennenlern-Führung registrieren wir dich digital oder halt analog auf Papier, je nachdem, was du willst. Vor Ort wird mit der Hand gewogen, geschrieben, in die Kasse geworfen.

Ausgewählte Tage in der Saison, an denen wir den Garten für alle öffnen — auch ohne Mitgliedschaft.
Garten-Tage sind ausgewählte Tage in der Saison, an denen wir den Garten für alle öffnen — auch ohne Mitgliedschaft. Du musst dich vorher online anmelden und ein Ticket reservieren, damit wir wissen, wer kommt.
An einem Garten-Tag ist immer jemand von uns da. Du wirst begrüßt, bekommst eine kleine Führung über den Garten — was wo wächst, wie das mit den Methoden funktioniert, was du machen darfst und was nicht — und dann gehst du selbst los. Ernten, Zeit nehmen, Sitzen, Schauen, Fragen stellen. Manchmal ergeben sich kleine Workshops am Rand: jemand zeigt, wie man einen Knoblauch flicht, jemand erklärt, woran du eine reife Aubergine erkennst. Es ist tendenziell mehr Veranstaltung als reiner Verkaufstag.
Der Eintritt kostet 5 € pro Erwachsenem. Was du erntest, wiegen wir vor Ort gemeinsam mit dir und rechnen direkt ab — bar oder per Karte. Es gibt keine Verpflichtung, etwas mitzunehmen. Manche bleiben nur für die Führung, manche füllen einen ganzen Korb. Das entscheidest du.
Wann diese Tage sind, hängt davon ab, wann das Gemüse reif ist und wie das Wetter mitspielt. Wir veröffentlichen die Termine Stück für Stück über die Saison. Wer auf dem Laufenden bleiben will, trägt sich am besten in den Newsletter ein.
Kinder sind ausdrücklich willkommen — im Beet bitte nicht laufen, aber drumherum gerne. Hund an der Leine. Picknick mitbringen ist okay.

Du kommst zum Garten, schnappst dir einen Korb, gehst los — alles weitere ergibt sich.
Du fährst nach Sasserath, Hochstraße 60. Du kommst beim Garten an, gehst durch das Tor — wenn du Mitglied bist, ist es einfach offen, einen Zugangs-Code haben wir nicht — und schnappst dir einen Korb am Eingang. Wenn du Gast an einem Garten-Tag bist, wirst du am Eingang begrüßt und durch die kleine Führung mitgenommen.
Du gehst los. An jedem Beet-Bereich hängt eine Schautafel — was hier wächst, wie reif es gerade ist, ob du es ernten darfst. Du erntest, was du brauchst: Salat schneidest du am Strunk ab, Tomaten drehst du sanft am Stiel, Möhren ziehst du aus dem Boden. Probieren auf dem Beet ist erlaubt. Wenn du etwas falsch machst, ist das kein Drama — eine geplatzte Tomate, ein zu früh geernteter Salat, das kalkulieren wir ein.
Wenn dein Korb voll ist, gehst du zur Wiegestation. Als Mitglied wiegst du selbst, schreibst auf einen Zettel, was du mitnimmst, deinen Konto-Namen und dein Passwort dazu, wirfst den Zettel in die Kasse. Als Gast an einem Garten-Tag wiegen wir gemeinsam mit dir und rechnen direkt ab.
Wenn du dazwischen mal eine halbe Stunde sitzen und schauen willst — auf der Bank am Rand vom Hang, mit der Aussicht über die Eifel —, dann mach das. Niemand wird dich drängen.

Wenn du nicht jede Woche selbst kommen kannst, gibt es Wege, trotzdem dabei zu sein.
Nicht jeder, der gerne Mitglied bei Geco wäre, kann jede Woche selbst auf dem Garten stehen. Vielleicht wohnst du zu weit weg. Vielleicht bist du älter und kommst nicht mehr stundenlang gut durchs Beet. Vielleicht hast du eine Phase, in der du krank bist oder gerade ein kleines Kind oder einen vollen Job. Bei uns gibt es ein paar Wege, wie du trotzdem mitmachen kannst.
Die einfache Form: Jemand erntet für dich mit. Das kann deine Tochter sein, dein Nachbar, eine Freundin, ein anderes Mitglied aus deiner Gegend. Die Buchung läuft auf dein Konto, dein Guthaben wird dafür abgezogen, und die Box landet bei dir. Was du der Person dafür gibst — Geld, Selbstgemachtes, ehrenamtlich — ist eine Sache zwischen euch beiden.
Praktisch heißt das: Du gibst der Person dein Konto-Passwort und vertraust ihr, in deinem Namen zu zahlen. Mach das nur mit jemandem, dem du dieses Vertrauen sowieso geben würdest — Familie, enge Freunde, Nachbarn, mit denen du auch mal den Wohnungsschlüssel tauschst.
Wir mischen uns nicht ein, aber wir unterstützen gerne: mit Pfandkisten, mit Tipps zum Verpacken oder Fahren, mit Vermittlung von Mitgliedern, die in deiner Gegend auch suchen. Frag in der Garten-Runde oder schreib uns direkt.
Mit-Ernten im organisierten Format. Stell dir vor: zehn Mitglieder wohnen alle in Mechernich, 25 Kilometer von Sasserath entfernt. Statt dass jeder einzeln fährt, organisieren sie sich zu einer Erntegemeinschaft — eine Person pro Woche fährt, sammelt für alle ein, verteilt zu Hause. Macht den Aufwand pro Familie klein, die Logistik überschaubar, und nebenbei lernen sich Leute kennen.
Donnerstagnachmittag, 16 bis 18 Uhr, eine Gruppe von zehn Leuten trifft sich auf dem Garten, erntet gemeinsam, packt Boxen, redet beim Picken über die Woche. Das wäre eines der Bilder, die wir uns vorstellen.

Vor Ort läuft alles analog. Online ist Bonus, nicht Pflicht — der Login kommt mit der Mitgliedschaft.
Garten-Tag-Gäste rechnen vor Ort beim Wiegen direkt ab — kein Konto, keine Lastschrift, keine Aufladung. Was hier folgt, ist das Bezahl-System für Mitglieder.
Vor Ort: wiegen, Zettel mit Konto-Name und Passwort ausfüllen, Zettel in die Kasse werfen. Kein Smartphone, kein QR-Code-Scannen mit Erde an den Händen, keine App, die abstürzt.
Online, also zu Hause am Rechner oder Handy, läuft das Drumherum: Du kannst dich einloggen, deinen Saldo sehen, deine Bankverbindung hinterlegen, Geld auf dein Konto aufladen, deine Wochenmail nachlesen. Online ist Bonus, nicht Pflicht — der Login kommt mit der Mitgliedschaft.
Wer komplett analog leben will, kann das. Wir registrieren dich bei der Kennenlern-Führung auf Papier — Bankverbindung für Lastschrift oder, wenn du nicht per Lastschrift willst, Bargeld als Aufladung. Du wirfst Bargeld in eine separate Kasse, wir verbuchen das, dein Konto füllt sich. Du bekommst die Wochenmail per Post, wenn du keinen E-Mail-Account hast — sag uns einfach Bescheid.
Hinweis: Die Online-Funktionen (Login, Saldo-Anzeige, Online-Aufladung) gehen mit dem Saisonstart live.

Wenn du dir vorstellen kannst, dass Mitgliedschaft zu dir passt: trag dich auf die Warteliste. Wenn du erst mal vorbeischauen möchtest und einen Garten-Tag mitmachen willst: trag dich in den Newsletter, dann hörst du von Terminen. Wenn du noch eine Frage hast, die hier nicht beantwortet wurde: schau in die Fragen-und-Antworten-Seite, oder schreib uns einfach.